Konzept

Entsprechend unserer Philosophie besteht unser Behandlungskonzept zur Bewältigung der Essstörung aus:

Psychotherapie *(Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch fundierte Therapie in Einzelsitzungen)

Gruppentherapie (getrennt nach jeweiligem Essproblem und Alter)

Ernährungsberatung (im Einzelgespräch nach individuellen Bedürfnissen)

Körperbewusstseinstraining (in Kleingruppen)

Kunst-Therapie (kreatives Gestalten in Kleingruppen)

Bewegungstherapie für übergewichtige Menschen (Verbesserung der Beweglichkeit und Energiebilanz bei Übergewicht)

Zusammenarbeit mit Angehörigen (Informationen und Austausch unter Anleitung)

  
Die Anmeldung zu den einzelnen Therapiebausteinen erfolgt » HIER « 
 
* Diese Leistung wird in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Die anderen Bausteine werden im Einzelfall teilweise im Erstattungsverfahren geregelt. Besondere Vereinbarungen bestehen mit einigen Krankenversicherungen.
 
Der BKK-Landesverband Süd hat unser seit vielen Jahren bewährtes Behandlungskonzept 2005 als integrierte Versorgung anerkannt. 
 
BKK-Versicherte haben so die Chance, ambulant eine umfassende Versorgung zu bekommen, die sonst nur stationär möglich ist. Die Therapiebausteine (Ernährungsberatung, Kunsttherapie, Körperbewusstseinstraining und andere) werden parallel zur Einzeltherapie in den individuellen Behandlungsplan eingebaut. Die Zeitdauer beträgt bei einer Kurzzeittherapie von 25 Sitzungen ca. 1 Jahr. Diese Maßnahmen bestehen aus einem vorgegebenen Kontingent an Leistungen, die zu "Komplexpauschalen" zusammengefasst werden. Unser interdisziplinäres Team ist um die Vernetzung und den kollegialen Austausch mit den jeweiligen niedergelassenen Ärzten und Kliniken bemüht. Mit diesem Therapieansatz bekommt jeder entsprechend seiner Essstörung eine individuelle Behandlung zusammengestellt und bleibt dabei im gewohnten Umfeld. Dieses ganzheitliche Konzept hat sich bewährt.
 
Die kompetente Behandlung von Essstörungen erfolgt multiprofessionell. Näheres erfahren Sie HIER
 
Die aktuelle Evaluationsstudie mit der Auswertung der Arbeit aus 25 Jahren zeigt den signifikant besseren Therapieerfolg für Patienten, die zusätzlich zur Psychotherapie an den Bausteinen teilgenommenhaben. Damit ist das mehrdimensionale Behandlungskonzept in seiner Effizienz bestätigt worden. Dies zeigt die Evaluationsstudie 2011.

2012 haben zwei Psychologie-Studentinnen der Universität Mainz ihre Diplomarbeit mit einer wissenschaftlichen Untersuchung zur Nachhaltigkeit der Behandlung bzw. der Rückfälle durchgeführt. Sandra Hamannund Maike Gielsdorf haben ihre Ergebnisse in dieser Studie hier zusammengefasst. Sie haben diesbezüglich eine exzellente Arbeit geleistet und ehemalige Patienten durch Fragebogen befragt, um deren Zustand viele Jahre nach der Behandlung zu bewerten. Näheres erfahren Sie in den beiden beigefügten PDF-Dateien. Katamnese-Studie 2012 (bitte hier klicken: Teil I (Rückfälle und Risikofaktoren) - Teil II (Nachhaltigkeit des Behandlungserfolges).

Die Qualitätssicherung erfolgt durch ständige Fortbildungen, Fallkonferenzen und Teambesprechungen sowie Prozessabläufe, die im Praxishandbuch festgehalten sind. 2011 hat eine Patientenbefragung durch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen stattgefunden. Die Ergebnisse zeigen eine sehr hohe Zufriedenheit der Patienten mit dieser Einrichtung.
 
Das Behandlungskonzept wurde von externen Institutionen bewertet.Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat diese Institution 2010 mit 5-Sternen (höchste Auszeichnung)bewertet. Die Gesamtbewertung des Therapieangebots beträgt 95%. Diese Auswertung erfolgte durch die UniversitätHamburg-Eppendort. Qualitätssicherung BZgA 2010
 
Umfassende Vergleichsuntersuchungen mit anderen Versorgungsnetzen wurden in der Studie IMIV der TU- Berlin durchgeführt. Dort wurde diese Einrichtung im Vergleich zu 56 anderen Versorgungsnetzen mit 81% (Benchmarking) bewertet. Eine ausführliche Bewertung erhalten Sie in der beigefügten pdf-Datei. Benchmarkingstudie 2009

In der Zeitschrift "FOCUS-GESUNDGEIT Psyche" erschienen im Nov. 2012 werden die Experten für Essstörungen (Seite 92-95) aufgeführt und aufgrund einer Online-Befragung bewertet.
Frau Dr. Doris Weipert wurde mit ihrer Arbeit im Forum für Ess-Störungen auf der "Ärzteliste 2012,  2013,  2014, 2015, sowie 2017" plaziert.







 
In der Behandlung von Essstörungen ist die Einbeziehung des sozialen Umfeldes (Familie, Partner, Freunde, Lehrer) sehr wichtig. Wie können Angehörige Unterstützung geben?

Wer helfen will, muss zuerst Vertrauen aufbauen! Vermeiden Sie Kritik am Essverhalten und der Figur. Versuchen Sie, die Persönlichkeit stets als Ganzes wahrzunehmen. Der bzw. die Betroffene sollte nicht das Gefühl haben, nur aufgrund seiner Erkrankung beachtet zu werden. Denn so entsteht keine Motivation, sich helfen zu lassen.

Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, die Betroffenen selbst zu therapieren. Sie geraten dabei immer in einen Rollenkonflikt. Üben Sie bei Hinweisen auf eine mögliche Essstörung weder Druck noch Zwang aus. Machen Sie aber deutlich, dass Sie das auffällige Essverhalten als Problem wahrnehmen.
 
Versuchen Sie, die eigene Motivation der Betroffenen zu stärken, sich professionelle Hilfe zu suchen und machen Sie konkrete Vorschläge zur professionellen Behandlung. Dabei geht es auch um die wichtige Vernetzung zwischenArzt/Facharztund Psychotherapeut.

Wenn die ambulante Behandlung nicht ausreicht, muss eine stationäre Einweisung erfolgen.

Viele psychosomatische Kliniken haben spezielle Abteilungen für Patienten mit Essstörungen. Dort wird gemeinsam mit den PatientInnen ein Verständnis für die Entwicklung der Essstörung in der individuellen Lebensgeschichte erarbeitet. Zudem wird die Bedeutung der Essstörung für das seelische Gleichgewicht wie auch die Gefühlsregulation der Betroffenen transparent gemacht. Die räumliche Distanz hilft den Zugang zu den Hintergrundproblemen herzustellen und angemessenere Bewältigungsmöglichkeiten zu erproben.

Psychosomatische Kliniken haben unterschiedliche Therapiemethoden im Angebot, um mit den PatientInnen einen Weg aus der Essstörung herauszufinden und sie für ein „Leben ohne Essstörung" zu stärken. Die Behandlung ist einerseits „somatisch", d.h.auf die Stabilisierung des körperlichen Zustands ausgerichtet. Dabei werden ernährungsmedizinische und internistische Therapie mit einbezogen. Andererseitsist die Behandlung auf die „psychische Stabilisierung" orientiert. Hier werden unterschiedliche Psychotherapie methoden angewandt: verbale Verfahren (wie z.B. Tiefenpsychologie oder Verhaltenstherapie) und kreative Verfahren, körperorientierte Psychotherapie und Entspannungsmethoden.

Hier sind die wichtigsten Kooperationspartner innerhalb unseres langjährigen Netzwerkes.
 
 
Die Praxis ist seit 2002 Mitglied im
Bundesfachverband Essstörungen.
 
 
 
Weitere Informationen können Sie als PDF-Datei herunterladen:
pp-Präsentation von Dr. Doris Weipert (9-2010) - Bericht im Medical Tribune (02/2007, Seite 26)
Leitlinien in der ambulanten Behandlung von Essstörungen 2011