Körperbewusstseinstraining

Die Beschäftigung mit dem Körper ist für die meisten Betroffenen beängstigend. Sie lehnen den Körper ab und meiden die Wahrnehmung der körperlichen Bedürfnisse. In dieser therapeutischen Einheit lernen die Betroffenen ihren Körper und seine Bedürfnisse wahrzunehmen und zu akzeptieren.

Die angeleiteten Übungen setzen sich aus verschiedenen Bewegungs- und körpertherapeutischen Techniken zusammen. Die PatientInnen üben den körpersprachlichen Ausdruck verschiedener Gefühle, lernen Techniken der Entspannung (progressive Muskelrelaxation, Imaginationsübungen, Formen der Meditation, Yoga u. a.).
Die Entspannungsreaktion kann den PatientInnen helfen, mit den Anforderungen des Alltags besser fertig zu werden und hat somit auch positive Wirkung auf die Symptomatik.

Einige PatientInnen erleben die Entspannung als Kontrollverlust und benötigen längere Zeit, sich auf diese Intervention einzulassen. Der Ablauf der Übungen wird von der Therapeutin strukturiert, was den essgestörten PatientInnen Vertrauen und Sicherheit gibt. Die Entwicklung einer realistischen und positiven Einstellung zum eigenen Körper wird durch den sozialen Lernprozess in der Gruppe begünstigt. Die PatientInnen haben im Anschluss an die Übungen die Möglichkeit, sich über ihre Erfahrungen und Gefühle auszutauschen.
 
Die direkte Bearbeitung der Körperwahrnemungsstörung ist ein langwieriger Prozess, der jedoch für die Heilung der Essstörung unerlässlich ist.

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